Ende Novemer 2020

Hallo, ich bin Simon. Ich komme aus Norwegen, und studiere seit August an der Århus Universität in Dänemark klinische Psychologie (Master).

Aarhus in Dänemark

Als ich im August in Dänemark gelandet bin, waren die Corona-Bestimmungen und diverse Regeln nicht so streng und deutlich wie jetzt. Wie in Norwegen (und im Rest der Welt) musste man im Flughafen eine Maske tragen, auch im Bus vom Flughafen nach Århus. Alle hatten sich ja schon lange an Corona gewöhnt, viele Regeln und Restriktionen waren in Dänemark sogar etwas milder als Norwegen.

Strand von Aarhus

Für einen Studenten, der in ein neues Land kommt, war das sehr angenehm, es war einfacher neue Leute kennen zu lernen und sich in einem sozialen Netzwerk zu etablieren, was später unglaublich wichtig wurde. Sogar die Pubs waren offen! Meine Freunde und ich haben uns besonders darüber gefreut. Ein bisschen strenger als normal waren die Regeln ja, aber die Möglichkeit wieder ein bisschen Studenten-Leben zu genießen, darauf hatten wir uns schon lange gefreut.

Aarhus Nightlife

Der Uni-Alltag war problemlos. Nur die Hälfte des Kurses durfte abwechselnd zur Vorlesung kommen, und der Rest konnte auf Zoom mitmachen. Manchmal waren die Zoom-Vorlesungen sehr gut, und manchmal nicht. Wir hatten nicht das Gefühl, dass wir Corona immer im Auge behalten mussten.

Universität Aarhus

Als die zweite Welle kam, wurde alles wieder strenger, was wir eigentlich lange erwartet hatten. Jetzt mussten wir in den Seminaren unser Visier tragen, ein bisschen konnten wir darüber lachen, es war aber auch traurig, unsere schon begrenzte Freiheit wieder zu verlieren.

Aros Kunstmusum

Im Laden, an der Uni, und überall sonst muss man jetzt wieder seine Maske oder Visier tragen, man darf sich nicht mehr als 10 Leute treffen, und die Pubs machen schon um 22 Uhr zu.

Aros Kunstmuseum

Am schlimmsten waren die Tage, an denen wir alle dachten, dass wir zu Weihnachten nicht nach Norwegen fahren könnten, ohne in ein „Quarantäne-Hotel“ zu müssen. Es schien, als ob wir alle ca. 500-600 Euro zahlen müssten, um in einem einsamen Hotel in Quarantäne zu sitzen. Gott sei Dank, haben sich die Regeln wieder geändert. Wir müssen immer noch 10 Tage in Quarantäne, können diese aber kostenlos bei unseren Familien verbringen.

Lieber Simon, wir wünschen Dir schöne Weihnachten Zuhause und hoffen, dass wir uns bald wiedersehen können! Viele Grüße an die Familie.